25.11.2000 - 22.05.2008, SHSB 594 738, Schutz- & Betäubungsmittelspürhund, Polizei Basel Landschaft

  

Yesko war ein mittelgrosser, gut bemuskelter und athletischer Rüde. Seine Triebanlagen waren wirklich überdurchschnittlich. Seine Arbeitsbereitschaft eine wahre Freude. Jedoch war seine Reizschwelle im Verhältnis zu seinem Triebpotenzial etwas zu tief. Nichtsdestotrotz haben Hund und Führer in unzähligen Trainingsstunden zusammengefunden und konnten die Einsatzfähigkeitsprüfung zum Polizeidiensthund und die anschliessende Ausbildung zum Betäubungs-mittelspürhund (soweit ich weiss, der erste Rottweiler in der Schweiz mit dieser Ausbildung) erfolgreich abschliessen. Ich durfte mit Yesko etwas über dreihundert Ernsteinsätze leisten und dabei auch den einen oder anderen schönen Erfolg verbuchen. An der alljährlichen Herbstprüfung konnten wir fünfmal teilnehmen und schafften wir zweimal den Sprung aufs Treppchen, wobei wir 2005 zuoberst standen. Ebenso konnten wir dreimal an Polizeihundeschweizermeisterschaften teilnehmen. Auf Yesko war im praktischen Einsatz immer Verlass. Er besass ein gutmütiges Wesen und einen riesigen Tatendrang. Mit seinen Mitmenschen hatte er überhaupt keine Probleme. Aber auch hier galt es sein unbändiges Temperament zu zügeln. Als Polizeidiensthund besass er auch eine gute Portion Selbstsicherheit, Dominanz und Härte. Wenn wir abends mal im Wohnzimmer lagen, genoss er die ausgiebigen Streicheleinheiten, Massagen und die Nähe sehr. Auf den ausgiebigen Spaziergängen mit Brenda lassen es sich die beiden nicht nehmen miteinander auf den Wiesen herum zu tollen und spielen. Leider war Yeskos Gesundheit nicht so gut, dass es sich mit gutem Gewissen verantworten liess, mit ihm zu züchten (ED 2 im rechten Ellenbogen). Seine sonstigen Qualitäten hätten zur Weiterzucht eingeladen. Dies tat unserem Verhältnis jedoch keinen Abbruch und minderte seinen Stellenwert in keinster Weise. Den Wesenstest des Schweizerischen Rottweiler Clubs hatte er mit Bravour bestanden. Nach viel zu kurzen nicht einmal siebeneinhalb Jahren wurde bei Yesko im Zuge einer tierärztlichen Behandlung die Diagnose Knochenkrebs gestellt. Leider wurde diese Diagnose von weiteren Tierärzten und Therapeuten bestätigt. Aufgrund dieser Diagnosen gab es für uns keine andere Entscheidung als Yesko von seinen Leiden zu erlösen. Für mich eine Katastrophe!